Archiv der Kategorie 'Deutschland'

Fragwürdige Friedensmission.

Berichtet Report Mainz. – Norman Paech, Inge Höger und Annette Groth offenbaren erneut politische Unzulänglichkeit und fehlende Sachkenntnis. – „Eine unheimlich tolle Atmosphäre“.

Geiselnahme auf der Mavi Marmara.

In aller Kürze sei auf einen weiteren exzellenten Bericht verwiesen, Reflexion. Außerdem: Die ersten Soldat_Innen an Bord der Mavi Marmara wurden durch Passagiere verschleppt. Vier überwältigte Vertreter_Innen der israelischen Marine entführten die „Friedensaktivist_Innen“ auf das unterste Deck – sie wurden bis zum Ende der Kampfhandlungen festgehalten.

Kaum zu­rück aus Is­ra­el, gab die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te der Par­tei „Die Linke“ , An­net­te Groth, die sich an der Gaza-„Frie­dens“- ​Fahrt be­tei­ligt hatte, die am 31.​05.​2010 durch die is­rae­li­sche Armee be­en­det wurde, der On­line- ​Zei­tung „Scharf Links“ ein In­ter­view. In die­sem In­ter­view schil­dert Anet­te Groth ihre Er­leb­nis­se wäh­rend ihrer Reise: „Es war eine mun­te­re Stim­mung, man könn­te fast mei­nen eu­pho­risch. Ei­ni­ge spiel­ten In­stru­men­te und san­gen Lie­der. Al Ja­zee­ra mach­te kon­stant In­ter­views und sen­de­te sie in die Welt.“ Über den In­halt der Lie­der und Sprech­chö­re, die auch auf Al Je­zee­ra zu sehen waren, ver­liert An­net­te Groth al­ler­dings kein Wort. „Oh Jews, the army of mo­ham­med will re­turn“ skan­dier­ten ei­ni­ge Rei­se­teil­neh­mer vor der Ab­fahrt, die von Al Ja­zee­ra do­ku­men­tiert wurde. […]

Weiterlesen auf Reflexion.

Wie versprochen.

Fotos zur „Friedensdemonstration“ am 05. Mai 2010 in Bremen.

Für die ruhigen Sommerstunden am Nachmittag: Übersetzung eines Artikels der Washington Post von Charles Krauthammer (Standpunkte).

Kindermörder Israel.

Und weiter gehts. Nachdem bereits Hamburg und Hannover eine hatten, durfte die dritte Norddeutsche Metropole – Bremen – nicht auf dem Eventkalender der Friedensfreund_Innen fehlen. Mittels restriktiver Auflagen, versuchte die Einsatzleitung der Polizei offen antisemitische Handlungen und Inhalte zu unterbinden – dies gelang nicht! Die bröckelnde Fassade der „Solidaritätsaktivist_Innen“ zerbrach spätestens, als diese einschlägige Parolen („Kindermörder Israel“) gröhlten, Hamas-Flaggen schwenkten, Israelfahnen mit Hakenkreuzen bemalten oder auf Zeichnungen jener Symbolik (Davidstern) spuckten. Unter den Teilnehmer_Innen befanden sich auch klar islamistische Organisationen. Schon am Auftaktort Hauptbahnhof verteilte der aus dem niedersächsischen Delmenhorst stammende „Muslim Markt“ Flugblätter und Werbebroschüren. Das unter Beobachtung stehende Internetportal, erregt immer wieder durch extrem antisemitische Inhalte, Boykott-Aufrufe und klare Kooperation mit Neonazis die Aufmerksamkeit der Medien. Es kam also erneut zusammen, was zusammen gehört. Auch einige Linksautonome Organisationen und Portale riefen zur Partizipation auf – auf „Endofroad“, bewarb ein eher schlichter Artikel die Demonstration des „Friedensforums“. Wenigstens einige Antifaschist_Innen fanden den Naziaufmarsch durch die Innenstadt dann doch nicht so prima und verwiesen auf den zweifelhaften Charakter der Demonstration, sowie die ebenso zweifelhaften Inhalte.

Das Bild jedoch, war entsprechend dem der überall parallel stattfindenden Aufmärsche. Menschen gehüllt in Kaffiyah und Palästina-Fahnen gröhlen laustark Parolen, einige halten Pappschilder oder kleine Papierstücke mit den Flaggen arabischer Staaten, wieder andere wünschen sich „Juden eine Fahnenstange in den Arsch“ zu rammen – andere betonen einfach mal, dass die „westelichen Medien [sic!]“ lügen. Die Schilder – inklusive Rechtschreibfehler – durfte sich dann auch jeder Teilnehmer bei den Organisator_Innen des Aufmarsches abholen. Für Fahnenstöcke und kleine Pappfahnen war ebenso gesorgt – und als dann endlich das Signal zum „losmarschieren“ kam, konnte sich die pöbelnde und drohende Menge einmal durch die Innenstadt zum Marktplatz der Stadt bewegen – dort wartete bereits ein mit Palästinaflagge geschmücktes Rednerpult.

Die aufgestellten Ordner_Innen waren reichlich beschäftigt, die etwas erbosten Teilnehmer_Innen zu kontrollieren. Zwar wurde durch die erteilten Auflagen eindeutig darauf verwiesen, dass weder gezündelt werden dürfe, noch gegen Jüdinnen und Juden oder Israel gehetzt werden solle – aber das war dann doch egal. Immerhin zeigte sich ein Organisator begeistert mit T-Shirt, auf dem eine israelische Flagge mit Hakenkreuz versehen war – die „Staatsschützer_Innen“ und „Aufklärungstrupps“ innerhalb der Demonstration, so betonte ein Polizeisprecher, hätten von all dem selbstverständlich nichts gewusst.

Für Aufregung sorgte auf der Abschlusskundgebung, der Versuch einiger Gegendemonstrant_Innen israelische Flaggen zu entrollen – schleunigst intervenierte die Polizei und bat darum, die 3000 Teilnehmer_Innen doch nicht noch weiter zu provozieren. Eifrige Antisemit_Innen machten sich auch gleich auf den Weg um die „Hurensöhne“ zu suchen, die Flaggen schwenken wollten. Zu organisierten Gegenaktionen kam es nicht – tragischerweise. So marschierten ohne erkennbaren Gegenprotest etwa 3000 Teilnehmer_Innen durch Bremen und gröhlten antisemitische Parolen.

Den antisemitischen Charakter der Demonstration, offenbarten einige Teilnehmer_Innen endgültig, als sie auf einem Transparent feststellten, „Israel ist das Problem“ und „Palästina die Lösung“. So richtig stören wollte sich an der Negation israelischer Existenz, sowie der detaillierten Problemanalyse dann doch niemand – und so verlas eine kreischende Person die Namen der durch „Piraten ermordeten Friedensaktivisten“ – für jeden Märtyrer gab es dann auch den gebührenden Applaus.

Letztlich hat Free-Gaza, sowie die IHH das gesetzte Ziel erreicht. Über Selbstmordattentate auf das israelische Image in der Welt, berichtet Lizas Welt. Vollkommen legitim und logisch ist die Schlußfolgerung: Die Antwort auf eine mediale Torpedierung Israels, kann lediglich die unbedingte Solidarität mit den bedrohten Jüdinnen und Juden Weltweit, sowie dem zionistischen Projekt sein. Abschließend ein Verweis auf die Moscow Times. In einer klarsichtigen Analyse wird der Hintergrund, sowie die eindeutige Intention der „Hilfsorganisationen“ aufgeklärt.

[…] The goal of the activists was not to deliver aid to the people of Gaza but to rack up dead bodies. From the standpoint of the organizers, the ideal ending would have been if the Israeli navy had sunk the entire flotilla.

There is a very good reason why Israel is blockading Gaza. The territory is governed by Hamas, which has the professed goal of destroying Israel and is recognized by some Western governments as a terrorist organization. If activists had wanted to send a flotilla to Osama bin Laden carrying “humanitarian aid” of suspect content, would the authorities be obliged to let it pass unchecked? […]

The old method was simple: Palestinian militants lobbed missiles into Israeli territory. The new tactic is for militants to place a rocket launcher on the roof of one of their own schools — or better yet, a kindergarten. If the missile finds its target, then, God willing, two Israelis will die. But if all goes well, the Israeli missile fired in retaliation will give the militants the bodies of 10 innocent children to display to reporters. […]

Moderne Selbstmordattentate richten sich nicht nur gegen israelische Bürger_Innen. Sondern provozieren eine mediale Resonanz, die die weltweite „Unterstützung“ für den Staat Israel nachhaltig schädigen kann. Über die Äusserungen jener „Friedensaktivist_Innen“ hingegen, berichtet der Blog „Spirit of Entebbe“, auf die Warnung der israelischen Marine („You are approaching an area which is under a naval blockade“) antwortete ein Passagier der Mavi Marmara „Shut up, go back to Auschwitz.“ – wovon Aktivist_Innen eben so träumen.

Bilder folgen morgen.

Deutsche Friedensfreunde.

Sie sind überall. Ob Berlin, Wien, Hamburg, Hannover, Bremen, Münster oder in der Provinz, dass gleiche Bild: Menschen mit Pappschildern und Winke-Winke-Fahnen marschieren durch leere Straßenzüge, gröhlen Parolen, grüßen Allah, berichten vom „Kindermörder Israel“ und verweisen auf ihre ganz natürliche Solidarität mit Gaza und „Palästina“, die mit Antisemitismus ja so gar nichts gemein hätte. Im Normalfall lassen die Friedensaktivist_Innen nach wenigen Metern die Masken fallen und geben ihre Scharade auf – dann agieren sie ganz offen antisemitisch, antiamerikanisch und wünschen all jenen progressiven Werten, westlicher und bürgerlicher Gesellschaften die Hamas an den Hals. Über einen besonders skandalösen Fall, jener antisemitischen und antiamerikanischen Attitude, sowie der autoritären Ideologie einer deutschen Friedensbewegung, berichtet der Blog „Tapfer im Nirgendwo“.

In der ehemaligen westdeutschen Hauptstadt Bonn, demonstrierten vor wenigen Tagen ebenfalls Friedensfreunde. Mal wieder fanden sich Menschen ein, die sich paradoxerweise als Antifaschist_Innen definieren, Islamist_Innen und Neonazis. Gemeinsam, in einer Zeremonie freudiger Querfront, marschierten die Parteien dann durch die Innenstadt, skandierten Parolen wie „Tod Israel“ – und stürmten schließlich ein Starbucks-Café.

[…] Eine Gruppe von jungen Schulmädchen versuchte vergebens, die Demonstranten zu beruhigen. Das Gebrüll der Eindringlinge ging noch über zehn Minuten weiter. Als einige Demonstranten handgreiflich gegen die drei minderjährigen Schülerinnen wurden, schaltete sich ein mutiger Besucher des Cafés ein. Sein Name ist Steven Selthoffer. Steven Selthoffer ist amerikanischer Staatsbürger und von Beruf Sportjournalist. Er war unter anderem während der olympischen Spiele 2000 und 2004 aktiv und gilt als Experte für den Claudia Pechstein Fall.

Steven Selthoffer machte den Demonstranten in amerikanischem Englisch deutlich, dass es sich bei dem Ort um ein Café und nicht um ein politisches Forum handele und dass sie damit aufhören sollten, die Schulmädchen mit Drohgebärden einzuschüchtern. Er bat die Demonstranten, das Café zu verlassen, damit er und die anderen Gäste ihren Kaffee in Ruhe trinken können.

Daraufhin kam es zu einem tumultartigen Aufstand. Von dem amerkinischen Akzent des Besuchers auf das Äusserste provoziert brüllten die Demonstranten antiamerikanische und antisiraelische Parolen in den vollbesetztenRaum. Zudem forderten sie die Anwesenden nahezu gewaltsam auf, sich an der Demonstration zu beteiligen.

Da sich Steven Selthoffer weigerte an diesem Aufstand mitzuwirken und auf seinem Platz sitzen blieb, wurde er von hinten angegriffen. Ein in Zeitungspapier eingewickelter schwerer Gegenstand wurde gegen seinen Hinterkopf geworfen, so dass Steven Selthoffer zu Boden fiel und für kurze Zeit sein Bewusstsein verlor. Trotz der gefährlichen Situation verweigerten zwei Bedienstete des Starbucks medizinische Hilfe und hielten es nicht für notwendig, die Polizei zu rufen. Mit der Begründung, er sei an dem Vorfall nicht ganz unschuldig, weigerte sich das Personal ebenfalls, den Angreifer festzuhalten und ließen ihn gehen.

Steven Selthoffer erlitt schwere Kopf- und Nackenverletzungen und musste im St. Elisabeth Hospital behandelt werden. Der diensthabende Notarzt teilte mit, dass Steven Selthoffer „sehr viel Glück“ gehabt habe und dass für die nächsten zwei bis drei Wochen ein Trauma zurückbleiben werde.

In einem Gespräch mit Tapfer im Nirgendwo wirkte Steven Selthoffer immer noch sehr mitgenommen. Er selbst gab an, dass seine Konzentrationsfähigkeit arg in Mitleidenschaft gezogen sei. Die ganze Angelegeheit kommentiert er heute sehr kurz: „No American or Israeli should feel safe at any Starbucks.” […]

- Quelle: Tapfer im Nirgendwo.

Ganz schön unschön, diese Friedensmenschen.

Ohne Worte.


„Für ein säkulares […] Israel“ – nichts verstanden. Antisemitische Demonstration am 01. Juni 2010 in Berlin.

Antifada.

Die Hamas ruft zur Intifada – und die „Antifaschistische Linke Berlin“, graue Wölfe, „Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin“, Linkspartei, Neonazis und weitere islamistische Organisationen folgen. In Münster, Berlin, Wien, Hannover und anderen Orten demonstrierten Antisemit_Innen bundesweit ihre Solidarität mit der „Freedom Flotilla“ – es kommt zusammen, was zusammen gehört.

Die Prioritäten der Organisationen scheinen ohnehin klar gesetzt. Es ist fraglich, wo die Menschenrechtler_Innen waren, als im Iran Homosexuelle und Oppositionelle erhängt wurden oder als antisemitische Mörderbanden Israel attackierten – da interessierte sich kaum eine_r für die Geschehnisse in und um Israel – oder im gesamten Nahen und Mittleren Osten. Ohnehin sind die Sympathien verteilt, den Kampf um Solidarität verlor Israel mit seiner Gründung – der „Jude unter den Staaten“ wird niemals Sympathieträger „linker Antiimperialist_Innen“ sein – diese positionierten sich am gestrigen Montag eindeutig. In einer Reihe marschierten Islamist_Innen, Neonazis, türkische Nationalisten und vermeindliche Antifaschist_Innen – sie wollten auf das angebliche „Massaker“ im Mittelmeer verweisen. Lautstark gröhlten Teilnehmer_Innen antisemitische und nationalistische Parolen.

Die Antifada und ihre Freund_Innen der autonomen Nationalisten verwiesen in Sprechchören dann auch gleich auf die Kindermörder_Innen der israelischen Armee – einen Zusammenhang mit dem antisemitischen Urmythos des Ritualmordes an Kindern, will da aber niemand erkennen – immerhin ist Mensch ja Antifa und so! Auf zahlreichen Transparenten und Pappschildern durften die Kopftuchträger_Innen und Palischwenker_Innen dann Forderungen an Politiker_Innen stellen und erläuterten immer aufs neue, wie schrecklich die israelische Politik doch sei. Die einzige Demokratie in der Region ist ja auch ein Skandal, ein islamistisches Kalifat wäre dann doch lieber – und die Jüdinnen und Juden werden einfach ins Meer getrieben. Umso schlimmer wäre es, wenn sich die als antifaschistisch definierenden Personen bewusst waren, mit wem sie sich da solidarisieren. Die „Flotilla“ liess alle Masken fallen, als antisemitische Hetzreden und derartiges Liedgut beim auslaufen der Flotte gespielt und skandiert wurden.

Paradox wirken auch die zahlreichen Flaggen. „Antifaschistische“ Gruppierungen werden im Normalfall nicht müde, zu betonen ja gegen jede Nation zu sein und Flaggen von Nationalstaaten hätten folglich so ziemlich garnichts auf einer linken Demonstration verloren – die türkischen scheinen da etwas anderes zu sein. Es ist deutlich, gegen welche Symbolik und wessen Staatlichkeit sich die Aggression der antisemitischen Horden richtet. Nicht das Vorgehen des israelischen Militärs, sondern die bloße Existenz des Staates Israel empört die Bevölkerung, graue Wölfe und angebliche Antifaschist_Innen. Wenn israelische Flaggen als Zeichen antifaschistischer Solidarität mit dem Lebensgarant der Jüdinnen und Juden weltweit auf Demonstrationen getragen werden, verweisen die Aktivist_Innen der Berliner „Antifa“ stets auf den „antinationalen Charakter“. Die Scharade einer vermeintlich antinationalen Einstellung fällt nicht nur durch die vollkommen verkürzte und wenig reflektierte Kritik an Nationalstaaten und Zionismus, sondern durch die Akzeptanz von Symbolen tendenziell islamistischer Staaten und Organisationen – Protest richtet sich gegen Israel, gegen den „Juden unter den Staaten“.

Es ist noch deutlucher geworden, was die Menschen, die heute in vielen deutschen Städten demonstrierten wünschen. Eine Aufhebung der Seeblockade würde der Hamas ermöglichen, sich weiter aufzurüsten – der Zweck der Seeblockade ist legitim und durch die israelische Souveränität garantiert. „Hilfsmittel“ zu transportieren oder gar „Solidarität“ mit den „notleidenden“ zu demonstrieren, scheint damit sekundär. Die Aktivist_Innen von rinks bis lechts, die volle Querfront, setzte und setzt sich lediglich das Ziel der Zerstörung Israels. Die mediale Berichterstattung ist monoton, das Klima in der hiesigen Bevölkerung wird durch die erneuten Nachrichten vermutlich ein Stück perverser. Die Hamas hat ihr Ziel erreicht. Emanzipative Antifaschist_Innen solidarisieren sich indess mit Israel!

Internationale Solidarität.

Gegen das „Massaker“ auf der Mavi Marmara demonstrierten mittlerweile nicht nur in Ankara, sondern auch in Griechenland, dem irakischen Baghdad oder Deutschland Menschen, die sich solidarisch mit den Antisemit_Innen der „Freedom Flotilla“ zeigten. Die Schuldigen sind klar. Die israelischen Flaggen bereit zum verbrennen. Für den heutigen Nachmittag sind zahlreiche weitere Demonstrationen angesetzt, auch tendenziell antifaschistische Gruppen, wie die „Antifaschistische Linke Berlin“ wirbt in antisemitischer Manier für Solidarität mit den vom „Massaker“ betroffenen Aktivist_Innen. Das israelische Außenministerium veröffentlichte unterdessen eine Stellungnahme und verwies auf die mitgeführten Waffen und Gegenstände der Freiheitskämpfer_Innen.


Demonstration in Baghdad.

Obgleich nur wenige Fakten über den Ablauf der gestrigen Ereignisse bekannt sind, konzentriert sich die Kritik bislang vollkommen auf die israelischen Soldat_Innen sowie die Einsatzleitung. Die (wenigen) bekannten Details hingegen stützen meist die durch israelische Militärs, Außenministerium und Repräsentant_Innen veröffentlichte Darstellung. Mehrfach ist zu sehen, dass Passagiere auf israelische Soldat_Innen einschlagen – teils am Boden liegend – ein_e Soldat_in wird sogar vom Deck des Schiffes geworfen. Zahlreiche Politiker_Innen fordern eine „differenzierte“ Aufarbeitung der Geschehnisse – Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon betont wie grauenhaft die israelische Vorgehensweise doch sei.

Neben den Repräsentant_Innen internationaler Organisationen oder Staaten, die stets eine Aufarbeitung fordern, scheint für einige der Ablauf schon klar zu sein – die mörderischen Jüdinnen und Juden hätten das Schiff gestürmt, um den Bruch der Blockade zu verhindern – und weil die so mörderisch sind, hätten die dann auch ein Massaker angerichtet. Die – bereits genannte – Antifaschistische Linke Berlin betont hierbei:

Bundeskanzlerin Merkel fordert ausgerechnet von den Tätern, der israelischen Regierung, “volle Aufklärung” und eine “umfassende Untersuchung”. Vor einer abschließenden Beurteilung des Zwischenfalls gelte es alle Details der Aktion herauszufinden. „Jede Bundesregierung unterstützt vorbehaltlos das Recht Israels auf Selbstverteidigung“, sagte Merkels Regierungssprecher.

Für den heutigen Abend planen „internationalistische“, „linke“ und „antifaschistische“ Gruppen Solidaritätsdemonstrationen. Ob sich die Freund_Innen und Unterstützer_Innen der Autonomen Nationalisten ebenfalls anschließen werden, ist bislang noch nicht absehbar, aber zu vermuten. Ziel der antisemitischen Pogrome sind vielfach die israelischen Botschaften. Das sich die Kritik hierbei keineswegs auf den Militäreinsatz beschränkt, sondern gegen Israel gerichtet ist, wird bei den Bildern der Demonstrationen umso deutlicher. Wer israelische Flaggen verbrennt, der wünscht die Vernichtung!

Somit findet zusammen, was zusammen gehört. Vermeindlich emanzipatorische und progressive Gruppen, die sich als „antifaschistisch“ oder gar „links“ definieren, mit antisemitischen Mörderbanden, Neonazis und Islamist_Innen. In den nächsten Tagen werden vermutlich mehrfach Meldungen über diese „internationalistischen Demonstrationen“ veröffentlicht werden, in denen auf die blühende Kooperation jener Islamist_Innen und „Antifaschist_Innen“ mit Neonazis verwiesen wird. Eben weil alle Fakten für die israelische Darstellung sprechen, wirkt der öffentliche Diskurs und der „zivilgesellschaftliche“ Protest, von Linkspartei, über Antifa zur örtlichen Moschee, umso beunruhigender. Deutlich wird dass die Kritik sich keinesfalls an einem legitimen Militäreinsatz der „Israel Defence Force“ orientiert, sondern am Staate Israel und dem (momentan) nicht möglichen Aufbau eines autoritären und faschistischen Staates auf den „palästinänsischen“ Territorien.

Alles friedlich.

Ende Mai. Das Wetter ist eher trist. Deutschland feiert „seine Lena“ und im Mittelmeer schifft eine „Flotte“ umher, die eine angeblich völkerrechtwidrige Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen möchte. Beteiligt sind die üblichen, Organisationen mit fabelhaften Namen wie „Free Gaza“ – organisiert wird die flotte Tour durch eine türkische Menschenrechtsorganisation. Sinn und Zweck der Bootfahrt nach Israel ist die Überbringung mehrerer Tonnen ziviler Mittel – Nahrung, Medikamente und so – alles was den verhungernden und schrecklich leidenden Palästinänser_Innen so fehlt. Vor Ort organisiert die Hamas minutiös und vor allem tauglich für Massenmedien die Ankunft der „Seeleute“ – unter ihnen befinden sich auch mehrere Deutsche – etwa Bundestagsabgeordnete und Mitglieder der Linkspartei. Gehüllt sind die „Aktivist_Innen“ mehrheitlich entsprechend ihrer Einstellung. Sie tragen die als „Bluttuch“ der Judenvernichtung bezeichnete Kufiya, eine Koproduktion der Nationalsozialisten und islamistischen Judenvernichter im Kontext der Shoa.

Im Vorfeld wies die israelische Regierung und ihre Auslandsvertretungen mehrfach in den betreffenden Staaten darauf hin, die insgesamt Sechs Schiffe unter keinem Umstand nach Gaza und in den dortigen Hafen einkehren zu lassen. Als Kompromis wurde angeboten, den üblichen Landweg zu wählen über den tagtäglich mehrere tausend Tonnen (auch israelischer) Hilfsmittel übergeben werden. Die „notleidenden“ Palästinänser_Innen erhalten hier unter anderem Brennstoff, Nahrungsmittel und Medikamente – von einer Notlage kann keinesfalls die Rede sein. Für die etwa zwei Millionen Einwohner_Innen des Küstengebiets bringt die europäische Union 40 Millionen Euro pro Jahr auf – die regierende (und weitesgehend unterstützte) Hamas gibt das Geld dann doch lieber für neue Bunker aus (der geladene Zement würde es allerdings auch tun). Die Kritik der „deutschen“ Palästinafreund_Innen – einfachheitshalber Antisemit_Innen – richtet sich dennoch gegen den israelischen Staat, der gar anbot die Waren in Israel abzulöschen – und dies auch nach der morgendlichen Eskalation des 31. Mai 2010 plant.

[…] In den vergangenen 18 Monaten wurden über 1 Million Tonnen Hilfgüter nach Gaza geliefert, das ist fast eine Tonne pro Person im Gaza-Streifen. Eine detaillierte Auflistung der Hilfsgüter bietet das israelische Außenministerium an [Link] […] Erschwerend kommt hinzu, dass unter den Teilnehmer_innen der Einweihungszeremonie in Istanbul Mahmad Tzoalha und Sahar Albirawi waren – beides Top-Terroristen der Hamas, die gegenwärtig von Großbritannien aus operieren, sowie Hamam Said, ein Führer der Muslimbruderschaft in Jordanien.

Der Vorsitzende von IHH, einer pro-palästinensischen Organisation in der Türkei, Bolant Yilderim, hielt auf der Zeremonie unter Applaus eine antisemitische Rede. In dieser bekundete er: „Israel verhält sich, wie Hitler sich gegenüber den Juden verhalten hat. Hitler baute Konzentrationslager in Deutschland, und heute baut das zionistische Gebilde Konzentrationslager in Palästina. […]

– Berichtete der BAK-Shalom schon im Vorfeld der Aktion.

Die „Hilfsorganisationen“, denen sich unter anderem die „islamische Front“ anschloss boten unterdessen an, eine genaue Liste der mitgeführten Gegenstände abzugeben, um in Gaza die „Hilfsmittel“ (Beton oder Medikamente) löschen zu dürfen. Israel lehnte ab. Jeder Warenverkehr müsse inspiziert werden, nach einer derartigen Kontrolle würden die Waren weitergeleitet werden – damit Hamas-Vertreter_Innen diese dann in einem Lagerhaus vergammeln lassen können um letztendlich mediengerecht die angebliche Grausamkeit der israelischen Nation zu manifestieren.

Als am Morgen des 31. Mai 2010 israelische Marine-Einheiten die Schiffe Routinemäßig anfunkten – wie in jedem anderen westlichen Land – und allgemeine Fragen stellten (Heimathafen, Ladung, Zielort), antworteten die Schiffe nicht. Mittlerweile veröffentlichte das israelische Militär Videomaterial der Funkversuche.
Ebenso „normal“ – und wie in jedem anderen (westlichen) Staat wurden die Schiffe an der Einreise gehindert. Doch als „Elite“-Einheiten die Frachter betraten, wurden sie auf einem unter türkischer Flagge fahrenden Schiff durch „Aktivist_Innen“ erwartet, die sich unter anderem mit Äxten, angeschärften Eisenstangen und Macheten bewaffnet hatten. Deutlich ist auf dem durch Journalist_Innen angefertigten Videos erkennbar, dass die israelischen Einheiten mit Eisenstangen und anderen Waffen attackiert werden. Ein Soldat wird sogar bei laufender Fahrt vom Deck geworfen. Augenzeug_Innen berichteten zudem, dass mindestens zwei Schüsse in Richtung der Soldat_Innen gefallen seien – und tatsächlich wurden nach ersten Angaben zehn Soldat_Innen zum Teil schwer verletzt. Zwei der „Freiheitsaktivist_Innen“, die natürlich nur Lebensmittel und Medizin transportieren wollten, wurden in Folge festgenommen – zwei Schußwaffen sichergestellt. Noch ist unklar, ob die Waffen von entwaffneten Soldat_Innen stammten. Im Verlauf der Schusswechsel wurden (nach unterschiedlichen Angaben) mindestens 15 Menschen getötet, etwa 20 verletzt – grund genug für die türkische Regierung den zwischenfall als „Massaker“ darzustellen. Die Redakteure von Spiegel Online legen indess fest: „Schuld sind immer die anderen“ – ist ja auch irgendwie klar. Die Hamas und Fatah (nicht anders zu erwarten) verbreiten unterdessen Aufrufe zu einer neuerlichen Intifada, vor israelischen Botschaften in der Türkei kommt es zu schweren Ausschreitungen.


Israelische Soldaten werden durch „Friedensaktivist_Innen“ mit Eisenstangen attackiert und sogar vom Boot verworfen.

Es wirkt paradox, wie sich die Kritik, nach derart kurzer Zeit einseitig auf den israelischen Staat und die opperierenden Militäreinheiten konzentriert. Eifrige Schreiber_Innen im Forum des Spiegel veröffentlichen Verschwörungstheorien und behaupten die Handlung Israels, sowie die Selbstverteidigung der Soldaten, sei „Piraterie“. Mittlerweile wurde die Diskussion durch Administrator_Innen beendet. Auf dem (tendenziell „linken“) Nachrichtenportal Indymedia herrschen derweil andere Töne vor – Israel sei ja schließlich „wie Hitler“, eine Analogie zu den Konzentrationslagern wird in gewohnt antisemitischer-Manier dann auch gleich hergestellt.

Mittlerweile spekulieren die Redakteur_Innen des Spiegels erneut: Wie kann es sein, dass die israelischen Einheiten derart überrumpelt waren, als die „Friedensaktivist_Innen“ versuchten ihnen Waffen zu entreißen und das Feuer auf sie eröffneten. – Mit einer derartigen Eskalation, hatten wohl nichteinmal die Soldaten gerechnet, die anschließend zur aktiven Gegenwehr übergingen. Tragischerweise verstarben mehrere Menschen. Die Grundlage des Gefechts lag hierbei jedoch keinesfalls auf israelischer Seite.


Alles friedlich, unbewaffnet, „ziviler Ungehorsam“ – erneut „Friedensaktivist_Innen“, diesmal mit Macheten.

Zwischen all der Diskussion und öffentlichen Statements aller Politiker und Medien, in denen stets betont wird ja nichts mit Antisemit_Innen gemein zu haben, aber so ginge es ja doch nicht, geht verloren, wie skandalös die Intention der „Blockadebrecher_Innen“ selbst ist. Zweifelsohne waren die antisemitischen Banden die unter einem friedenspolitischen Vorwand agierenten nie in Sderot, wenn Raketen der Hamas niederregneten. Sowohl der „Wall“ – als auch die Seeblockade durch die israelische Marine sind legitim um das Leben der Jüdinnen und Juden in Israel zu Schützen. Ursache und Wirkung dürfen keineswegs vergessen, verkehrt oder vollkommen ignoriert werden. Sowas kommt von sowas, erscheint als passender Leitsatz zum radikalen Vorgehen. Die einseitige mediale Präsentation als „Massaker“ oder gar Menschenrechtsverbrechen wirkt gleicherlei paradox und beunruhigend. Die Sympathien deutscher und internationaler Medien liegen weniger bei den ständig attackierten und angefeindeten Jüdinnen und Juden – sondern vielmehr bei dem antisemitischen Mob, der jene nur zu gerne vernichten würde. Der „Deutschlandfunk“ verzichtete in seiner Berichterstattung sogar ganz auf die Erklärung des israelischen Militärs, es wurde lediglich berichtet, dass Militärs das Feuer auf eines oder mehrere der Schiffe eröffnet hätten – so einfach ist das!

Zumindest nicht für Menschenrechte, die dem islamischen Verständnis davon zuwiderlaufen, wäre hinzuzufügen. Denn die unter türkischer Flagge fahrende Mavi Marmara – auf der die israelischen Spezialkräfte attackiert wurden – wurde maßgeblich von der radikalislamischen türkischen Organisation IHH organisiert und finanziert. Deren Vorsitzender Bülent Yildirim hielt vor wenigen Tagen in Istanbul bei der Einweihungszeremonie für das Schiff – an der auch zwei von Großbritannien aus operierende Topterroristen der Hamas, Mahmad Tzoalha und Sahar Albirawi, sowie Hamam Said, ein Führer der Muslimbruderschaft in Jordanien, teilnahmen – eine Rede, in der er unter anderem sagte: „Israel verhält sich, wie Hitler sich gegenüber den Juden verhalten hat. Hitler baute Konzentrationslager in Deutschland, und heute baut das zionistische Gebilde Konzentrationslager in Palästina.“

Ebenfalls bei der Feierstunde zugegen war Scheich Raed Salah, der Führer der „Abteilung Nord“ der Islamischen Bewegung in Israel. Salah verfügt nicht nur über gute direkte Kontakte zur Hamas, sondern hat in der Vergangenheit auch mehrfach antisemitische Hasspredigten gehalten. Darin führte er unter anderem aus, die Juden seien „Schlächter von schwangeren Frauen und Babys“, „Diebe“ und „die Bakterien aller Zeiten“; zudem bediente er alte Ritualmordlegenden: „Wir sind nicht diejenigen, die ein Mahl von Brot und Käse in Kinderblut essen.“ Der Sieg sei „mit den Muslimen, vom Nil bis an den Euphrat“. Salah war dann auch einer der Passagiere der Mavi Marmara – bei deren Auslaufen in Istanbul antisemitische Lieder gesungen wurden – und soll bei den heutigen Kämpfen verletzt worden sein.

Quelle: Lizas Welt.