„Unsere Rache für Wembley“ – Deutschland im Viertelfinale.

Wirklich unschön. Deutschland gewann im Achtelfinale der Männer-Fußballweltmeiterschaft gegen England – nun stehen die „multikulti Traumkicker“ im Viertelfinale. Von Provinz bis Metropole durften die Party-Patriot_Innen dann auch hupend und gröhlend durch Innenstädte ziehen. Individuen verlieren sich im nationalen Kollektiv. Die Fußball-Mobilmachung und der nationale Hype zeigen in Schlaglichtern ihren zweifelhaften Charakter. Menschen wurden überfallen, von Berlin bis Bremen – Migrant_Innen gehören eben nicht so recht in einen deutschen Fanblock. Jeder Sieg der „Nationalelf“ verkommt zum Jubeltaumel – sei er auch noch so unbedeutend. Deutsche Witzfiguren taumeln besoffen umher, gröhlen die Nationalhymne und schwenken die Symbolik der unmittelbaren Vor- und Nachgeschichte des Nationalsozialismus. Tatsächlich bleibt nur zu hoffen, dass Argentinien – oder wer auch immer – dem nationalen Taumel schnellstens ein schmerzhaftes Ende bereitet.

Und während England „weggemüllert“ wurde (Spiegel) störte sich auch kaum eine_r an den Hitlergrüßen – oder der „Free Gaza“-Flagge im Stadion. Die Geschehnisse verorteten sich selbstverständlich im deutschen Fanblock. Deutschland ist noch immer scheiße!